Heide Stroh Schwein
„Unser Konzept Heide-Stroh-Schwein sorgt mit Hilfe einer artgerechten Tierhaltung, einer gesunden Fütterung und einem schonenden Umgang mit den Tieren für eine exzellente Fleischqualität bei gleichzeitigem Tier-, Umwelt- und Ressourcenschutz.“
Frank Ludowig


Haltung auf Stroh und im Offenstall
Bei der Haltung unserer Heide-Stroh-Schweine setzen wir auf Strohhaltung und Offenställe. Den Tieren steht dabei Stroh als Einstreu und Beschäftigungsmaterial in ausreichender Menge zur Verfügung.
Die Schweine können sich im Stall bewegen und zwischen den vorgesehenen Innen- und Außenbereichen wechseln. Dadurch sind sie den natürlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt und können – entsprechend den Gegebenheiten des Haltungssystems – frische Luft, Tageslicht und unterschiedliche Witterungseinflüsse erleben.
Auch die Bewegungsmöglichkeiten spielen bei unserem Haltungskonzept eine wichtige Rolle. Die Stallbereiche sind so gestaltet, dass den Tieren ausreichend Platz für Bewegung und Beschäftigung zur Verfügung steht.
Umgang mit den Tieren
Unser Haltungskonzept ist darauf ausgerichtet, die natürlichen Verhaltensweisen der Schweine zu berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem Bewegung, Beschäftigung mit Stroh und die Interaktion mit Artgenossen.
Unsere Schweine werden mit intakten Ringelschwänzen gehalten. Das bedeutet, dass auf das routinemäßige Kupieren der Schwänze verzichtet wird. Voraussetzung dafür sind geeignete Haltungsbedingungen und eine kontinuierliche Kontrolle des Tierbestands.
Tiergesundheit und Antibiotika
Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere werden regelmäßig kontrolliert. Antibiotika werden nicht prophylaktisch eingesetzt. Sollte eine Behandlung eines erkrankten Tieres aus tiermedizinischer Sicht erforderlich sein, erfolgt diese entsprechend den geltenden rechtlichen Vorgaben und unter tierärztlicher Begleitung.
Fütterung und regionale Erzeugung
Ein Bestandteil unseres Haltungskonzepts ist die Fütterung mit hofeigenem Roggen. Durch die Einbindung der landwirtschaftlichen Flächen in die Erzeugung der Futtermittel kann die Herkunft eines Teils der eingesetzten Futtermittel nachvollzogen werden.
Unsere landwirtschaftliche Partnerschaft
Das Konzept für das Heide-Stroh-Schwein wurde ursprünglich gemeinsam mit Dr. Harm Böckmann von der Firma Brand und dem Heidelandwirt Dr. Andreas von Felde vom Krusenhof in Harmelingen in der Lüneburger Heide entwickelt.
Nach mehreren Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit wurde die landwirtschaftliche Partnerschaft aufgrund der damaligen Logistik- und Transportbedingungen neu ausgerichtet.
Unser heutiger Vertragslandwirt zieht die Ferkel selbst auf. Auch die Muttersauen werden dort auf Stroh gehalten. Damit erfolgt die Aufzucht der Ferkel innerhalb des eigenen landwirtschaftlichen Betriebs.
Ein weiterer Vorteil der heutigen Zusammenarbeit sind die kürzeren Wege zwischen Tierhaltung und Schlachtung. Die Schlachtung erfolgt in unmittelbarer Nähe zum landwirtschaftlichen Betrieb, wodurch sich die Transportstrecke für die Tiere reduziert.
Heide-Stroh-Schwein für unsere Wurstwaren
Aufgrund der positiven Entwicklung unseres Programms haben wir die gesamte Wurstproduktion auf Fleisch vom Heide-Stroh-Schwein umgestellt. Von unserem Vertragslandwirt beziehen wir außerdem die für unsere Salamiproduktion benötigten Zuchtsauen.
Damit können wir die Herkunft des eingesetzten Fleisches innerhalb unseres Programms nachvollziehen und die Verarbeitung in unserer eigenen Landfleischerei durchführen.
Zertifizierung und Marke
Das Programm *Heide-Stroh-Schwein* wurde im Oktober 2020 durch Gista-Zert nach den Standards von Orgainvent zertifiziert. Seit 2022 wird die Zertifizierung durch Tentacontrol fortgeführt.
Die Anforderungen des zugrunde gelegten Standards werden im Rahmen der jeweiligen Zertifizierung überprüft und durch entsprechende Audits kontrolliert.
Die Bezeichnung Heide-Stroh-Schwein ist seit Anfang 2020 als Wortmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.
Aufgrund des Inkrafttretens der EmpCo-Verordnung (Richtlinie EU 2024 / 825) im September 2026 wurde die Zertifizierung des Programms „Meisterhaft“ beendet. Der Nachweis der Fleischherkunft wird aktuell über die Teilnahme am Orgainvent-System nachprüfbar sichergestellt.
Damit sind alle Aussagen zur Fleischherkunft nachweisbar im Sinne der EmpCo-Verordnung (Richtlinie EU 2024 / 825)